01 – Eine bibliophile Kostbarkeit

01 – Eine bibliophile Kostbarkeit

Georg Christian Neunhöfer „Die Conditorei auf der höchsten Stufe ihrer Vollendung – Das Neueste der Conditorkunst“ Heilbronn 1848

Mitte des 19. Jahrhunderts ermöglichten der Steindruck und wenig später die Farblithographie bzw. Chromolithographie neue Formen der Buchillustration. Das 1848 erschienene, höchst seltene Werk des aus Franken stammenden Conditors Georg Christian Neunhöfer gehört mit seinen prächtigen Bildtafeln wohl zu den schönsten (und auch merkwürdigsten) deutschen illustrierten Konditoreifachbüchern des 19. Jahrhunderts. Die meisten der ganzseitigen Lithografien wurden vom Autor und Conditor Georg Christian Neunhöfer höchst persönlich gezeichnet. Nach dem Druck wurden einige der prächtigen Tafeln von Hand in leuchtenden Farben „illuminiert“ und mit einer farblosen Schutzglasur überzogen – Bild für Bild, Buch für Buch! Jedes Buchexemplar ist auf diese Weise zu einem Unikat geworden. Die „altkolorierten“ eindrucksvollen Bilder geben uns eine ausgezeichnete visuelle Vorstellung von der Konditorkunst des 19. Jahrhunderts, die noch ganz geprägt war von den glanzvollen Zeiten an den Höfen der Fürsten und in den hochherrschaftlichen Küchen des Adels.

Unser Exemplar enthält Stempel von „Aug. Schenk München“. August Schenk ist im Münchner Adressbuch von 1865 bei den „Zuckerbäckern“ verzeichnet und zwar unter der Adresse Schillerstraße 39.

Illustrationen –teils altkoloriert- aus Georg Christian Neunhöfer „Die Conditorei…“

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